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Eine Scheune behält ihr Gesicht und wird zusammen mit einem modernen Erweiterungsbau zum kulturellen Mittelpunkt
Unter dem Motto „Mit Freude anderen Freude zu bereiten macht Freude“ wurde in den Jahren 2006 bis 2010 eine alte, nicht mehr genutzte Scheune zum kulturellen Mittelpunkt des Dorfes umgebaut, mit Gastronomie, Atelier, Bibliothek mit Leseecke sowie Bühne und Multifunktionsraum für unterschiedlichste kulturelle Nutzungen. Dabei wurde die Konstruktion mit dem 100-jährigen Gebälk und Mauerwerk erhalten, sichtbar gelassen und durch zeitgemäße einfache Elemente ergänzt, die für die neue Nutzung notwendig sind und dem Charakter des Bestandes entsprechen.
Auch die Fassade wurde in ihrem Zustand belassen und lediglich durch ein einfaches zum Bestand passendes Holzschiebetor ergänzt. Damit wurde sowohl im inneren als auch im äußeren Erscheinungsbild der räumliche und materialgetreue Ausdruck des Gebäudes erhalten. Dem Umgang mit der alten Bausubstanz entspricht auch der neue Anbau mit Schnapsbrennerei und Verkostungsraum als Hinzufügung eines modernen Elements, das als solches klar erkennbar ist und sich durch das offene Zeigen der Konstruktionsmaterialien auszeichnet.
Besonders hervorzuheben ist die Ehrlichkeit im Umgang mit der alten Bausubstanz, bei der sowohl ihr Alter und Zustand als auch die notwendigen Ergänzungen unbeschönigt sichtbar werden. Der sensible, dem Charakter entsprechende Weiterbau des Gebäudes stellt eine wohltuende Alternative zu der weitverbreiteten Auffassung der Wiederherstellung eines vermeintlichen historischen Idealzustandes dar.
Dorferneuerung Kleinschönbrunn, Lkr. Amberg-Sulzbach, Oberpfalz
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